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20.10.2018 — 07:30
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Letzte Änderung:
August 21. 2018 20:53:16

 

Gründung des Vereins

 

Der Minister für Landwirtschaft und Forsten, die Wichtigkeit des Fischereiwesens erkennend, wandte sich zu Anfang des Jahres 1888 an die Regierungspräsidenten mit der Bitte, die Möglichkeiten zur Gründung von Fischereivereinen auf Kreisebene zu untersuchen. Der Regierungspräsident von Os­na­brück, Stüve, übermittelte daraufhin seinen Landräten das Ersuchen des Ministers. Die Antworten der meisten Kreise fielen negativ aus. Im Kreis Lingen, wo schon seit einigen Jahren eine Fischbrutanstalt bestand, war ein größerer Interessenkreis vorhanden. Der Landrat des Kreises Lingen, Lindemann, teilte darum dem Präsidenten mit, dass die Gründung eines Fischereivereins bevorstände.
Über die Gründung selbst schreibt der Landrat folgendes:

"Es ist meinen Bemühungen in den am 20. März und am 6. Mai einberufenen Versammlungen gelungen, einen Fischereiverein für den Kreis Lingen unter Zugrundelegung der Statuten des Fische­rei­vereins für Stadt und Landkreis Münster mit nur unwesentlichen, den hiesigen Ver­hält­nis­sen entsprechenden Änderungen zu gründen."

Der 6. Mai 1888 ist damit der Gründungstag des Fischereivereins für den Kreis Lingen.
In der ersten Versammlung meldeten sich 20 Personen und ließen sich als Mitgleder eintragen. Schon bei diesem ersten Zusammensein, der Gründungsversammlung, wurde in die aktive Arbeit eingestiegen. Wie bei den Jägern die Hege und Pflege des Wildbestandes an erster Stelle steht, so erwogen die Mitglieder des neugegründeten Fischerei­ver­eins Möglichkeiten, den Feinden der Fische ent­ge­gen­zu­tre­ten. Man stellte sich die Aufgabe, u.a. den Reiherbestand zu vermindern. In Listrup befand sich auf der Besitzung des Schulte van Werde eine Reiherkolonie von beträchtlichen Ausmaßen. Wenn man bedenkt, wie gefräßig so ein Reiher ist, kann man sich vorstellen, welcher Schaden unter dem Fischbestand durch diese Reiherkolonie in Listrup verursacht wurde. Diese Erkenntnis sich zu eigen machend, beschloß man im Fischereiverein, für jeden gefangen Fischreiher eine Prämie von 1 Mark auszusetzen. Die weiteren Aus­sprachepunkte der ersten Versammlung galten der Hege und Pflege des Fisch­bestandes, z.B. Anlage von Karpfen­teichen, Anstellung von Fischereiaufsehern, auch für die rechts­emsischen Nebengewässer, Erweiterung der Fischbrut­anstalt und Räumung der Wasserläufe.
Zum Schluß der ersten Versammlung wurde der Vorstand gewählt:

1. Landrat Lindemann als Vorsitzender   2. Baurat Meyer als Stellvertreter
3. Kaufmann O. Narjes   4. Mühlenbesitzer Schmeing zu Plantlünne
5. Bäcker Arthaus zu Freren als Beisitzer   6. Hofbesitzer Böhmer zu Laxten
7. Rastaurateur Minne zu Lingen   8. Mühlenbesitzer Buddenberg zu Kunkemühle als Vertreter des Letzteren

 


Aus der Chronik: 75 Jahre FV Lingen (von Walter Tenfelde)

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